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Impfungen für Hunde: Impfplan, Pflichtimpfungen
und Empfehlungen für den Toy-Pudel

In Spanien können die Impfanforderungen je nach autonomer Gemeinschaft

leicht unterschiedlich sein. Wenn du deinen Welpen abholst, erhältst du

ein Dokument (Impfpass oder Heimtierausweis), in dem alle bereits

verabreichten Impfungen eingetragen sind. Beim ersten Besuch beim

Tierarzt wird man dir genau erklären, welche  Impfungen in deiner Region

erforderlich sind und wie der Impfplan fortgesetzt werden sollte. Und hier

konzentrieren wir uns auf etwas ebenso Wichtiges: Welche schweren

Krankheiten du durch die Impfung deines Hundes verhinderst.

Parvovirose ⚠️

Eine der gefährlichsten Krankheiten bei Welpen. Sie verursacht schwere

Durchfälle, Erbrechen und eine sehr schnelle Dehydrierung. Bei einem Toypudel

kann sich der Zustand innerhalb weniger Stunden dramatisch verschlechtern.

Aber es gibt etwas sehr Wichtiges, das viele Hundehalter nicht wissen:

Keine Impfung schützt zu 100 %.

Ein Welpe gilt erst dann als wirklich geschützt, wenn die gesamte Impfserie

abgeschlossen ist (normalerweise drei korrekt verabreichte Impfungen).

Wenn ein Welpe in sein neues Zuhause zieht, hat er normalerweise bereits:

die Welpenimpfung, eine oder zwei weitere Folgeimpfungen.

Impfstofftypen (einfach erklärt): Trivalent → schützt gegen 3 Krankheiten. Tetravalent → schützt gegen 4 Krankheiten. Heptavalent → schützt gegen mehr Krankheiten. Nicht jede Impfung ist automatisch „besser“ als eine andere – das hängt vom Impfprotokoll und von den Empfehlungen des Tierarztes ab. Wann darf der Welpe nach draußen? Am sichersten ist es, den Welpen bis zur nächsten Impfung oder bis zur Bestätigung des Tierarztes im Haus zu behalten. Selbst nach Abschluss aller Impfungen gilt: Kontakt mit unbekannten Hunden oder Hunden ohne bekannten Gesundheitsstatus möglichst vermeiden. ⚠️ Besonders mit streunenden Hunden. Denn ja – eine Ansteckung ist theoretisch weiterhin möglich. Der Unterschied besteht darin, dass ein geimpfter Hund die Krankheit mit hoher Wahrscheinlichkeit übersteht, anstatt dass sie tödlich verläuft.

Staupe (Canine Distemper).

Eine sehr ernste Viruserkrankung, die mehrere Körpersysteme betrifft. Sie beginnt oft mit Symptomen, die einer Erkältung ähneln.
Sie kann Lunge, Darm und Nervensystem angreifen. In fortgeschrittenen Stadien kann sie Tics, Krampfanfälle und dauerhafte Schäden verursachen.⚠️ Sie ist hoch ansteckend und kann insbesondere für Welpen tödlich sein. Ein Hund, der überlebt, kann dennoch dauerhafte Folgen behalten.

 

Infektiöse canine Hepatitis.

Eine Viruserkrankung, die hauptsächlich die Leber befällt. Sie kann Fieber, Erbrechen und Bauchschmerzen verursachen. Auch Augen und Nieren können betroffen sein. Bei Welpen kann sie sich sehr schnell entwickeln.⚠️ In schweren Fällen kann sie tödlich verlaufen.

Anfangs bleibt sie manchmal unbemerkt, kann sich aber innerhalb kurzer Zeit erheblich verschlimmern.

 

Canine Parainfluenza.

Ein Atemwegsvirus, das Teil des sogenannten Zwingerhusten-Komplexes ist. Verursacht trockenen Husten, Nasenausfluss und allgemeines Unwohlsein. Wird leicht von Hund zu Hund übertragen. Kommt häufig an Orten mit vielen Hunden vor.⚠️ Normalerweise nicht schwerwiegend, aber sehr ansteckend. Das Problem ist nicht nur die Krankheit selbst, sondern auch ihre schnelle Verbreitung.

 

Leptospirose.

Eine bakterielle Infektion, die über verunreinigtes Wasser übertragen wird (Pfützen, feuchte Bereiche). Kann Leber und Nieren schädigen. Verursacht Fieber, Erbrechen und Schwäche. Kann sich in manchen Fällen sehr schnell verschlimmern.

⚠️ Sie kann auch auf Menschen übertragen werden. Schon eine einfache Pfütze kann für eine Ansteckung ausreichen.

 

Bordetella (Zwingerhusten).

Ein Bakterium, das hoch ansteckende Atemwegsinfektionen verursacht. Anhaltender trockener Husten (als hätte sich der Hund verschluckt). Kann von Schleim begleitet werden. Wird sehr leicht zwischen Hunden übertragen. ⚠️ Häufig in Hundepensionen, Hundesalons, Parks und auf Ausstellungen. Obwohl die Erkrankung meist mild verläuft, kann sie sich bei Welpen oder geschwächten Hunden verschlimmern.

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Hautpilz (Dermatophytose / Ringelflechte).

Diese Impfung gehört nicht zu jedem Standard-Impfprogramm, existiert jedoch und kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein.

Es handelt sich um einen Pilz und nicht um ein Virus. Er verursacht haarlose Stellen, Schuppenbildung und manchmal Juckreiz.
Er ist sehr ansteckend – sowohl für Tiere als auch für Menschen. Eine interessante Beobachtung (aus der Praxis).

In manchen Fällen zeigen Hunde mit Hautproblemen: negative Testergebnisse auf Hautpilz, scheinbar keinen Pilzbefall.

Und dennoch zeigt die Praxis manchmal Folgendes: 👉 Die antimykotische Impfung kann die Hautprobleme verbessern oder sogar vollständig verschwinden lassen. Das bedeutet nicht, dass sie immer die Lösung ist, aber viele Züchter und Tierärzte haben diesen Effekt in bestimmten Fällen beobachtet. Hautpilz ist nicht so gefährlich wie Parvovirose, aber: er ist sehr ansteckend, seine Beseitigung kann viel Zeit in Anspruch nehmen, er kann auch Menschen betreffen. Deshalb macht es in Umgebungen mit vielen Hunden oder Welpen einen großen Unterschied, frühzeitig vorzubeugen oder schnell zu handeln.

Wie steckt sich ein Hund an?

Viele Menschen glauben, dass sich ein Welpe nur durch direkten Kontakt mit anderen Hunden anstecken kann. In Wirklichkeit ist es jedoch viel einfacher, als man denkt. Kontakt mit anderen Hunden. Spielen, Beschnuppern oder einfach die Nähe zu einem kranken Hund oder einem Träger der Krankheit. Kontaminierter Boden. Straßen, Parks, Gehwege … Ein Welpe kann sich bereits anstecken, wenn er über eine Stelle läuft oder sie ableckt, an der sich zuvor ein infizierter Hund aufgehalten hat. Kot und Erbrochenes. Besonders gefährlich bei Krankheiten wie der Parvovirose. Ein direkter Kontakt mit dem kranken Hund ist dafür nicht einmal notwendig. Kontaminierte Gegenstände. Schuhe, Kleidung, Hände, Transportboxen … Ja, sogar du selbst kannst einen Erreger unbemerkt mit nach Hause bringen.

Verunreinigtes Wasser. Pfützen, Brunnen oder feuchte Bereiche (besonders wichtig bei Leptospirose).

Das Wichtigste: Ein Welpe muss keinen anderen Hund sehen, um sich anzustecken. Es reicht aus, mit der falschen Umgebung in Kontakt zu kommen. Deshalb ist Vorsicht in den ersten Lebenswochen keine Übertreibung – sondern Schutz.

Was kann eine Katze auf einen Hund übertragen?

Im Allgemeinen teilen Hunde und Katzen die meisten wichtigen Viruserkrankungen nicht

miteinander (wie Parvovirose oder Staupe). Es gibt jedoch einige Erkrankungen und Parasiten,

die zwischen ihnen übertragen werden können. Hautpilz (Dermatophytose). Die häufigste

Übertragung. Verursacht kahle Stellen und Schuppenbildung. Sehr ansteckend zwischen

Tieren. Kann auch auf Menschen übertragen werden. Dies ist wahrscheinlich das Häufigste,

was ein Hund von einer Katze bekommen kann. Äußere Parasiten (Flöhe). Wenn die Katze

Flöhe hat, kann der Hund sie ebenfalls bekommen. Juckreiz. Hautprobleme. Risiko weiterer

durch Flöhe übertragener Parasiten. Milben (bestimmte Formen von Räude). Einige

Milbenarten können zwischen verschiedenen Tierarten übertragen werden. Starker Juckreiz.

Hautreizungen. Innere Parasiten (seltener). In schlecht kontrollierten Umgebungen kann eine indirekte Übertragung vorkommen.

⚠️ Das Wichtigste: Nicht alles, was eine Katze haben kann, wird auch auf Hunde übertragen. Aber Hauterkrankungen und Parasiten können beide Tierarten betreffen. Wenn eines der Tiere Symptome zeigt, sollten alle Tiere im Haushalt kontrolliert werden.

„Kann eine Katze Parvovirose auf einen Hund übertragen?“ NEIN.

 

Was kann ein Hund auf einen Menschen übertragen?

Die meisten schweren Hundekrankheiten werden nicht auf Menschen übertragen, aber es gibt einige wichtige Ausnahmen.

Hautpilz (Dermatophytose). Die häufigste Übertragung. Parasiten (Flöhe, Milben). Können vom Hund auf den Menschen übergehen.

Leptospirose (selten, aber wichtig). Wird durch Kontakt mit infiziertem Urin übertragen. Kann schwerwiegend verlaufen. Das Risiko ist in feuchten Umgebungen höher. Tollwut (in Europa äußerst selten). Aber es handelt sich um eine tödliche Krankheit. Deshalb gibt es die Tollwutimpfung.⚠️ Das Wichtigste. Es ist nicht üblich, sich bei seinem Hund anzustecken.

Aber Hygiene und Vorbeugung sind dennoch wichtig.

Was kann ein Mensch auf einen Hund übertragen?

Hier sind viele Menschen überrascht.  Erkältungen und Atemwegsinfektionen (in manchen Fällen).

Das kommt nicht häufig vor, kann aber passieren. Bakterien von der Haut oder aus Wunden. Durch

direkten Kontakt. Parasiten (indirekt). Zum Beispiel durch Flöhe, die an Kleidung oder Schuhen

mitgebracht werden.⚠️ Das Wichtigste: Wenn du krank bist, solltest du engen Kontakt möglichst

einschränken. Besonders bei Welpen oder gesundheitlich geschwächten Hunden.

 Ja – auch wir Menschen können unseren Hunden Krankheiten oder Parasiten übertragen.

In einer sauberen und gut kontrollierten Umgebung ist das Zusammenleben mit Hunden

vollkommen sicher.

Qué enfermedades puede contagiar una persona a un perro
Qué enfermedades puede contagiar un gato a un perro
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⚠️ Häufige Fehler bei Impfungen:

„Er hat schon eine Impfung, jetzt kann er nach draußen.“  Nein. Eine einzige Impfung bietet keinen vollständigen Schutz. Der Welpe bleibt weiterhin sehr anfällig. Dies ist einer der gefährlichsten Fehler überhaupt.

„Je mehr Impfungen, desto besser.“ Auch das stimmt nicht. Unüberlegtes Impfen macht keinen Sinn. Impfungen sollten an das tatsächliche Risiko angepasst werden. Es geht nicht um die Anzahl, sondern um die richtige Strategie.

„Mein Hund geht nicht nach draußen, also braucht er keine Impfungen.“ Ein typischer Irrtum.

Viren können über Schuhe oder Kleidung ins Haus gebracht werden. Ein Welpe kann sich infizieren, ohne jemals das Haus verlassen zu haben. Das Risiko befindet sich nicht immer draußen.

„Er hat alle Impfungen, jetzt kann nichts mehr passieren.“ Nicht ganz. Eine Ansteckung ist weiterhin möglich. Die Impfung reduziert das Risiko und die Schwere der Erkrankung.

Schutz bedeutet nicht vollständige Immunität.

„Er kann mit jedem Hund spielen.“ Besonders gefährlich bei Welpen. Unbekannte Hunde = unbekanntes Risiko. Noch mehr, wenn ihr Gesundheitsstatus unbekannt ist.

„Impfungen sind nur eine Formalität.“ Ein schwerer Irrtum. Du schützt deinen Hund vor sehr ernsten Krankheiten. Einige davon können innerhalb weniger Stunden tödlich verlaufen.

Es ist nicht nur ein kleiner Piks. Es ist echte Vorsorge.

„In der Tierarztpraxis ist alles sauber und sicher.“ Ein gefährlicher Fehler. Setze den Welpen nicht auf den Boden. Lass nicht zu, dass andere Hunde ihn beschnuppern. Vermeide unnötigen Kontakt mit fremden Menschen. Tierarztpraxen desinfizieren den Boden nicht nach jedem einzelnen kranken Tier. Das Risiko besteht nicht nur draußen – sondern kann auch in der Praxis vorhanden sein. Trage den Welpen auf dem Arm oder verwende eine Transportbox. Immer.

Cuántas vacunas necesita un perro y cuándo ponerlas
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Weißt du, wie man sich plötzlich mit Impfungen beschäftigt?

Stell dir vor, du hast drei Hunde. Nicht vierzig wie wir... sondern nur drei. 😄Du lässt sie immer pünktlich impfen, genau so, wie dein Tierarzt es empfiehlt. Alles scheint perfekt zu laufen... bis eines Tages die Nachbarskatze, die überall frei herumstreift, Hautpilz einschleppt.

Plötzlich hast du geschorene Hunde, vielleicht sogar Kinder in Behandlung, und stellst fest, dass es tatsächlich einen Impfstoff gegen Hautpilz gibt... auch wenn er nicht zum üblichen Impfprogramm gehört und nur in bestimmten Situationen eingesetzt wird. Genau in diesem Moment beginnt man, viele Fragen zu stellen. Mit den Jahren haben wir gelernt, dass Impfungen viel mehr sind als ein Kalender mit festen Terminen. Es gibt unverzichtbare Impfungen für alle Hunde, andere hängen vom Land, der Lebensweise des Hundes, dem Infektionsrisiko oder sogar von regionalen Ausbrüchen ab. Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest, empfehlen wir dir einige der wichtigsten veterinärmedizinischen Organisationen, deren Empfehlungen weltweit von Tierärzten genutzt werden:

  • WSAVA (World Small Animal Veterinary Association). Internationale Impfempfehlungen für Hunde und Katzen auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.

  • AAHA (American Animal Hospital Association). Empfehlungen zu Kern- und Zusatzimpfungen, Impfplänen und Präventivmedizin.

  • Merck Veterinary Manual. Veterinärmedizinisches Standardwerk zu Infektionskrankheiten, Impfungen und Prävention.

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