top of page
фон ф.png
Avidog: Bewertung und Entwicklung des Wesens bei Welpen

Avidog ist ein moderner Ansatz, der die Verhaltensbeurteilung mit der frühzeitigen Entwicklung des Welpen kombiniert. Im Gegensatz zu traditionellen Tests analysiert dieses System nicht nur das Wesen, sondern berücksichtigt auch, wie sich der Welpe im Laufe der Zeit entwickelt.

Dieser Ansatz ermöglicht ein umfassenderes Bild des Hundes, da sowohl die Genetik als auch die Umwelt und frühe Erfahrungen berücksichtigt werden.

Bei intelligenten Rassen wie dem Toy-Pudel ist dieser Ansatz besonders nützlich, da die frühe Entwicklung einen direkten Einfluss auf das Verhalten und die Lernfähigkeit des Hundes hat.

Was ist Avidog?

Avidog ist ein Aufzucht- und Bewertungssystem, das Züchtern dabei hilft, ihre Welpen besser zu verstehen und eine ausgewogene Entwicklung zu fördern.

Es basiert auf drei Hauptsäulen:

  • Beobachtung des Verhaltens

  • Frühzeitige Entwicklung

  • Anpassung an die Umwelt

Im Gegensatz zu anderen Methoden, die nur zu einem bestimmten Zeitpunkt angewendet werden, begleitet Avidog den Welpen über mehrere Entwicklungsphasen hinweg.

Ursprung der Methode

Das Avidog-Programm wurde von Züchtern und Fachleuten aus der Hundewelt entwickelt, um die Entwicklung von Welpen bereits in den ersten Lebenswochen zu verbessern.

Sein Ansatz vereint Erkenntnisse aus Verhaltensforschung, Genetik und Lernverhalten und hat sich zu einem modernen Instrument für Züchter entwickelt, die einen umfassenderen Ansatz verfolgen möchten.

Wofür wird Avidog eingesetzt?

Dieses System ermöglicht es:

  • das Wesen genauer zu beurteilen

  • die Entwicklung des Welpen über einen längeren Zeitraum zu verfolgen

  • Stärken und Schwächen zu erkennen

  • die emotionale Stabilität zu fördern

  • das Lernen zu erleichtern

  • den Welpen auf unterschiedliche Lebensumgebungen vorzubereiten

Avidog beobachtet den Welpen nicht nur, sondern unterstützt aktiv seine Entwicklung.

Wie funktioniert der Avidog-Ansatz?
1. Kontinuierliche Beobachtung

Das Verhalten des Welpen wird über einen längeren Zeitraum beobachtet und nicht nur in einem einzelnen Moment bewertet. Die kontinuierliche Beobachtung ermöglicht es zu verstehen, wie sich der Welpe entwickelt, wie er in unterschiedlichen Situationen reagiert und welche Verhaltensmuster sich wiederholen.

Praktische Beispiele:

Während des täglichen Lebens im Wurf lassen sich viele wichtige Aspekte beobachten:

  • wie er mit seinen Geschwistern interagiert (ob er dominiert, nachgibt oder sich anpasst),

  • wer das Spiel beginnt und wer folgt,

  • wie er auf kleine Frustrationen reagiert,

  • ob er menschlichen Kontakt sucht oder vermeidet,

  • wie er sich verhält, wenn er einige Minuten allein bleibt.

Während der Fütterung:

  • ob er geduldig wartet oder sofort nach vorne drängt,

  • ob er Ruhe oder Anspannung zeigt,

  • ob er mit anderen Welpen konkurriert oder Abstand hält.

Während des Spiels:

  • ob er aktiver oder eher beobachtend ist,

  • ob er sich leicht überdreht,

  • ob er sich nach Aktivität schnell wieder beruhigt.

Bei neuen Reizen:

  • ob er sich neugierig nähert,

  • ob er zunächst zögert,

  • ob er ausweicht oder blockiert.

Ziel

Echte Verhaltensmuster zu erkennen. Die kontinuierliche Beobachtung ermöglicht ein besseres Verständnis des Welpen und hilft dabei, fundiertere Entscheidungen bei seiner Erziehung zu treffen, da sie zeigt, wie er sich in realen Situationen verhält und nicht nur während eines einzelnen Tests.

2. Schrittweise Entwicklung

Dem Welpen werden Erfahrungen angeboten, die seinem jeweiligen Entwicklungsstand entsprechen. Die Anforderungen und Reize werden dabei nach und nach gesteigert.

Praktische Beispiele:

Während der ersten Lebenswochen:

  • sanfter Kontakt mit den Händen

  • vorsichtige Lageveränderungen

  • leichte taktile Reize

Sobald die Welpen beginnen, sich aktiv zu bewegen:

  • unterschiedliche Untergründe (Boden, Teppich, Gras)

  • kleine Hindernisse

  • neue Gegenstände in ihrer Umgebung

In späteren Entwicklungsphasen:

  • leise Geräusche (Türen, Schritte, Stimmen)

  • Gewöhnung an Berührungen von Pfoten, Ohren und Maul

  • kurze Trennungen vom Wurf

  • Kontakt mit verschiedenen Menschen

Später kommen hinzu:

  • etwas intensivere Reize

  • kontrollierte neue Situationen

  • kleine Lernroutinen

Ziel

Ein ausgewogenes Wachstum zu fördern und sowohl Überbehütung als auch Überstimulation zu vermeiden.

Ein Welpe, der schrittweise mit unterschiedlichen Erfahrungen vertraut gemacht wird, passt sich in der Regel leichter an neue Situationen an, entwickelt mehr Selbstvertrauen und lernt oft schneller und sicherer.

3. Bewertung des Umfelds

Das Verhalten eines Welpen hängt nicht nur von seinem Wesen ab, sondern auch von der Umgebung, in der er aufwächst. Die Bewertung des Umfelds hilft zu verstehen, wie Reize, Erfahrungen und Lebensbedingungen seine Entwicklung beeinflussen.

Ein und derselbe Welpe kann je nach Umgebung unterschiedlich reagieren.

Praktische Beispiele

Während der Entwicklung des Welpen lassen sich je nach Umgebung verschiedene Verhaltensweisen beobachten:

In einer ruhigen Umgebung:

  • der Welpe wirkt oft entspannter,

  • erkundet seine Umgebung selbstbewusster,

  • reagiert positiver auf den Kontakt mit Menschen.

In einer reizreicheren Umgebung:

  • kann er aktiver oder unsicherer erscheinen,

  • manche Welpen passen sich schnell an,

  • andere benötigen mehr Zeit.

Bei einem Ortswechsel (zum Beispiel von innen nach außen):

  • manche Welpen beginnen sofort zu erkunden,

  • andere beobachten zunächst die Situation,

  • einige bleiben in der Nähe vertrauter Personen und suchen Sicherheit.

Bei Geräuschen:

  • ausgeglichene Welpen untersuchen die Geräuschquelle,

  • sensible Welpen zögern oder weichen zurück,

  • unsichere Welpen können erstarren oder blockieren.

Beim Kontakt mit neuen Menschen:

  • manche nähern sich sofort,

  • andere benötigen etwas Zeit,

  • einige beobachten zunächst aus der Distanz.

Ziel

Zu unterscheiden, was zum Wesen des Welpen gehört und was durch die Umgebung beeinflusst wird.

Dadurch lassen sich häufige Fehleinschätzungen vermeiden, etwa wenn ein Welpe als „ängstlich“ eingestuft wird, obwohl er lediglich Zeit braucht, um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen.

Wer diesen Unterschied versteht, kann das Training besser anpassen und dem Welpen helfen, sich ausgeglichen und sicher zu entwickeln.

4. Individuelle Anpassung

Jeder Welpe ist anders, und deshalb sollten nicht alle auf die gleiche Weise erzogen werden. Individuelle Anpassung bedeutet, Umgebung, Lerntempo und Trainingsmethoden an das Wesen jedes einzelnen Welpen anzupassen.

Dieser Ansatz ermöglicht eine effektivere Förderung, vermeidet Fehler und respektiert die natürliche Entwicklung des Hundes.

Praktische Beispiele

Geselliger und sehr aktiver Welpe:

  • lernt schnell,

  • kann sich jedoch leicht überdrehen,

  • benötigt kurze und klare Übungen,

  • Selbstkontrolle sollte gezielt gefördert werden.

👉 Ansatz: Lernen mit Übungen zur Impulskontrolle kombinieren.

Unabhängiger Welpe:

  • sucht nicht ständig den Kontakt zum Menschen,

  • reagiert möglicherweise langsamer auf den Rückruf,

  • braucht Zeit, um eine enge Bindung aufzubauen.

👉 Ansatz: Die Beziehung schrittweise stärken, ohne Druck auszuüben.

Sensibler Welpe:

  • reagiert stärker auf Reize und Veränderungen,

  • kann sich bei zu viel Druck zurückziehen oder blockieren,

  • benötigt Sicherheit und Vertrauen.

👉 Ansatz: Ruhige Umgebung und langsame, behutsame Fortschritte.

Sehr aktiver Welpe:

  • verfügt über ein hohes Energieniveau,

  • lässt sich leicht ablenken,

  • benötigt regelmäßige Beschäftigung.

👉 Ansatz: Körperliche und geistige Auslastung miteinander verbinden.

Ziel

Den Erziehungsansatz an den einzelnen Welpen anzupassen.

Nicht der Welpe sollte sich einem starren System anpassen müssen, sondern die Ausbildung sollte auf seine Persönlichkeit abgestimmt werden.

Wenn die Methode zum Charakter des Welpen passt, verläuft das Lernen schneller, natürlicher und nachhaltiger. Gleichzeitig sinkt das Risiko späterer Verhaltensprobleme.

🧬 Unterschied zu anderen Systemen

Avidog unterscheidet sich von anderen Methoden dadurch, dass es:

  • nicht auf einem einzigen Test basiert,

  • nicht nur einen einzelnen Zeitpunkt bewertet,

  • Entwicklung und Beobachtung miteinander kombiniert,

  • die Entwicklung des Welpen im Laufe der Zeit berücksichtigt.

👉 Es handelt sich um einen umfassenderen und moderneren Ansatz.

🧠 Einfluss auf die Ausbildung

Ein Welpe, der nach diesem Ansatz aufwächst:

  • passt sich leichter an neue Situationen an,

  • lernt schneller,

  • verfügt über eine größere emotionale Stabilität,

  • reagiert besser auf Training und Erziehung,

  • zeigt mehr Selbstvertrauen und Sicherheit.

In der Praxis gibt es keine „guten“ oder „schwierigen“ Welpen, sondern lediglich Erziehungsmethoden, die besser oder schlechter zum jeweiligen Charakter passen.

tabla_personas_cachorros.png
bottom of page