

Training für den Alltag mit
einem Toypudel
Wie man einen Toypudel für das Zusammenleben im Haus erzieht
Die Erziehung eines Welpen besteht nicht nur darin, ihm Kommandos beizubringen, sondern ihn auf das tägliche Zusammenleben mit Menschen vorzubereiten.
Was gehört zum Alltagstraining?
Verhalten im Haus. Impulskontrolle. Umgang mit Menschen. Anpassung an tägliche Routinen. Umgang mit der Umgebung.
Häufige Fehler bei der Erziehung eines Welpen zu Hause:
Den Hund vermenschlichen, ohne ihn zu erziehen. Fehlende klare Regeln. Ständige Überreizung. Ruhe und Gelassenheit nicht fördern. Kleine Probleme ignorieren.
Bevor du mit der Erziehung beginnst: Verstehe, wie dein Hund denkt.
Die meisten Probleme im Zusammenleben entstehen nicht durch mangelnden Gehorsam, sondern durch mangelndes Verständnis. Viele Menschen behandeln ihren Hund wie einen kleinen Menschen und erwarten, dass er Regeln, Emotionen und Situationen auf die gleiche Weise versteht. Ein Hund denkt jedoch nicht wie ein Mensch. Er interpretiert die Welt nicht mit menschlicher Logik, sondern durch Erfahrungen, Gewohnheiten, Emotionen und Konsequenzen. Wenn man das nicht versteht, entstehen Probleme: Der Hund gehorcht nicht, beißt, bellt, kommt nicht zur Ruhe oder scheint „einfach zu tun, was er will“. Bevor man einen Hund korrigiert, sollte man verstehen, wie sein Geist funktioniert.
Wie man Grenzen setzt, ohne das Vertrauen zu zerstören.
Viele Hundehalter haben Angst, Grenzen zu setzen. Sie denken, dass ein „Nein“ die Beziehung zum Hund schädigen oder Misstrauen erzeugen könnte. Tatsächlich ist jedoch das Gegenteil der Fall: Ein Hund ohne klare Grenzen lebt mit mehr Stress, mehr Unsicherheit und mehr Konflikten. Das Problem sind nicht die Grenzen selbst, sondern die Art, wie sie gesetzt werden. Ein Hund braucht keine Härte. Er braucht Klarheit.
Grenzen sind keine Strafe. Eine Grenze bedeutet weder Ärger noch Schreien oder übertriebene Korrekturen. Sie ist einfach eine klare Information: „Das macht man nicht.“ „So macht man es richtig.“
Wie versteht ein Hund eine Grenze? Nicht durch Worte. Ein Hund versteht Grenzen durch:
Tonfall. Körpersprache. Konsequenz. Wiederholung.

Die 3 Grundprinzipien einer richtigen Grenze.

1. Sofort.
Die Grenze muss genau im richtigen Moment gesetzt werden. Nicht später.

2. Konsequenz.
Wenn etwas heute erlaubt ist und morgen nicht ... versteht der Hund es nicht.

3. Verhältnismäßig.
Es ist nicht nötig zu übertreiben. Kleines Fehlverhalten → kleine Korrektur.
Häufige Fehler:
Springt Menschen an. Fehler: darüber lachen, spielerisch wegschieben. Richtig: mit dem Körper blockieren, ignorieren, bis der Hund ruhig ist, erst dann Aufmerksamkeit schenken.
Beißt beim Spielen. Fehler: es erlauben, „weil er noch klein ist“. Richtig: das Spiel sofort beenden, Aufmerksamkeit entziehen,
erst in ruhigem Zustand wieder beginnen.
Reagiert nicht. Fehler: das Signal tausendmal wiederholen, den Tonfall immer mehr verschärfen.
Richtig: ein klares Signal geben, falls nötig, körperlich unterstützen, belohnen, wenn der Hund reagiert.
Klare Beziehung = sichere Beziehung. Ein Hund vertraut mehr, wenn er: weiß, was ihn erwartet, die Regeln versteht, keine Widersprüche erlebt. Vertrauen entsteht nicht durch grenzenlose Nachgiebigkeit. Vertrauen entsteht durch Klarheit.
Was das Vertrauen wirklich zerstört (und zwar das hier).
Nicht die Grenze schadet dem Hund. Es ist die Verwirrung. Ständiges Anschreien, fehlende Konsequenz, Nervosität des Halters, verspätete Bestrafungen.
Erziehen bedeutet nicht kontrollieren, sondern führen. Wenn man weiß, wie man Grenzen richtig setzt, hört das Zusammenleben auf, ein Problem zu sein, und wird zu etwas ganz Natürlichem.
Ruhe vor Kontrolle. Ein ruhiger Hund lernt. Ein aufgeregter Hund reagiert.
Wie motiviert man einen Hund beim Training?
Viele Menschen glauben, Motivation bedeute einfach: „Mach das, dann bekommst du etwas zu fressen.“ Doch ein Hund funktioniert etwas komplexer. Oft versucht man, Hunde in Schubladen zu stecken: „Futterhund“, „Spielhund“ oder „emotional abhängig“. Man klebt ein Etikett auf den Hund – und genau dort beginnen die Fehler. Die Wahrheit ist viel einfacher: Ein Hund arbeitet nicht für Futter. Er arbeitet für das, was in diesem Moment den größten Wert für ihn hat. Heute ist es vielleicht ein Stück Hähnchen. Morgen sein Lieblingsball. Und übermorgen ein ehrliches: „Bravo, Champion!“
Und jetzt kommt etwas, das viele überrascht: Jeder Hund liebt Futter, Spiel und emotionale Anerkennung. Der Unterschied liegt nicht im Hund, sondern darin, welchen Wert die jeweilige Belohnung gerade für ihn hat. Die wichtigste Regel der Motivation ist ganz einfach: Es macht keinen Sinn, mit etwas zu belohnen, wovon der Hund ohnehin im Überfluss hat. Frisst dein Hund schlecht? Bietest du ihm den ganzen Tag Trockenfutter, Wurst, Käse oder irgendetwas anderes an, nur damit er endlich etwas frisst? Dann liegt das Problem vielleicht gar nicht am Appetit. Viele Hunde lernen schnell, dass es sich lohnt, den Napf nicht leer zu fressen – denn dann erscheint garantiert etwas Leckereres. Oder lobst du deinen Hund für jede Kleinigkeit? Für jeden Schritt, jeden Blick und jedes Schwanzwedeln? Dann verliert auch das Lob seinen Wert. Wenn man ohnehin ständig gefeiert wird – warum sollte man sich dann noch besonders anstrengen?
Motivation beginnt deshalb immer beim Menschen. Feste Fütterungszeiten. Spielen zu den richtigen Momenten. Und Lob nur dann, wenn der Hund wirklich etwas geleistet hat. Eine weitere Regel wird ebenfalls häufig vergessen: Die Belohnung muss zur Schwierigkeit der Aufgabe passen. Für ein einfaches „Sitz“ reicht ein kleines Leckerli. Hat dein Hund aber gerade eine lange Ablage zwischen anderen Hunden gemeistert, dann verdient er den Jackpot: mehrere Leckerlis hintereinander, sein Lieblingsspielzeug oder ein Lob, als hätte er gerade die Weltmeisterschaft gewonnen. Schließlich erwartet auch kein Mensch für jede Arbeit denselben Lohn.
Denn ein Hund kennt das Wort „Gehorsam“ nicht. Er stellt sich nur eine einzige Frage: „Lohnt sich das?“ Lautet die Antwort Ja, wird er
oft erstaunlich schnell lernen. Und wenn du ihm nach einer wirklich schwierigen Übung nur ein einzelnes Trockenfutterbröckchen hinhältst, wundere dich nicht, wenn er dich ansieht, als wollte er sagen: „Für dieses Gehalt arbeite ich heute nicht.“

Sozialisierung eines Welpen. Was ist Sozialisierung?
Viele Menschen glauben, dass Sozialisierung bedeutet, einen Welpen mit zehn anderen Hunden im Park bekannt zu machen. In Wirklichkeit ist das nicht so. Sozialisierung bedeutet, zu lernen, sich in der Welt um
uns herum ruhig und sicher zu bewegen. Für einen Welpen sollte es kein Drama sein, ein Fahrrad zu sehen, Donner zu hören, einem Mann mit Hut zu begegnen, über ein Metallgitter zu laufen oder ein weinendes Baby
zu hören. Eine gute Sozialisierung erkennt man daran, dass der Hund neuen Dingen mit Neugier begegnet und nicht denkt: „Ich glaube, heute werde ich sterben.“
Möchtest du mehr erfahren?
Ist dein Welpe schon überzeugt, dass der Staubsauger ein Monster ist? Oder hält er den Aufzug für ein Portal in eine andere Dimension? Dann klicke auf den Link und erfahre Schritt für Schritt, wie du ihm helfen kannst, sich in jeder Situation sicher und entspannt zu fühlen.
Wie man einen Hund zu Hause beruhigt (ohne ihn zu erschöpfen).
Viele Hundehalter versuchen, ihren Hund müde zu machen, damit er ruhiger wird. Mehr Spaziergänge, mehr Spiel, mehr Aktivität ...
Doch das Ergebnis ist oft genau das Gegenteil: ein Hund, der immer aufgeregter wird und immer schlechter entspannen kann. Denn ein Hund lernt nicht, sich durch Rennen zu beruhigen. Er lernt, sich zu beruhigen ... indem er ruhig ist.
Auch Entspannung muss gelernt werden.
Wie man seinem Hund beibringt, auf seinen Platz zu gehen.
Bevor du anfängst. Der Hund versteht nicht „Geh weg“. Der Hund versteht konkrete Handlungen. Dein Ziel:
eine Verknüpfung aufzubauen: „Dieser Platz = Ruhe + Sicherheit + Entspannung“
Schritt 1. Den Platz einrichten. Wähle ein Hundebett oder eine Decke, die immer am gleichen Ort bleibt. Kein ständiger Durchgangsverkehr.
Keine lauten Geräusche. Tipp: Es ist keine Strafe. Es ist seine sichere Zone.
Schritt 2. Hinführen (nicht befehlen). Typischer Fehler: „Geh auf deinen Platz!“ rufen und erwarten, dass der Hund die Worte versteht.
Richtig: 1.Rufe den Hund zu dir. 2. Führe ihn ruhig zu seinem Platz (ohne Zwang oder Kampf). 3. Sobald er den Platz betritt → markiere den Moment.
Signalwort: „Platz“ oder „Dein Platz“
Schritt 3. Ruhe festigen. Wenn der Hund bereits auf seinem Platz ist: schicke ihn nicht sofort wieder weg warte 5–10 Sekunden in ruhiger Haltung. Nach und nach verlängern:
10 Sekunden → 20 Sekunden → 1 Minute usw.
Häufige Fehler:
Den Hund erst auf seinen Platz schicken, wenn die Situation bereits vorbei ist. Anschreien.
Den Platz als Strafe benutzen. Erwarten, dass der Hund es ohne Training versteht.

Wie bringt man einem Hund bei, allein zu Hause zu bleiben?
Der wichtigste Gedanke. Damit ein Hund lernen kann, allein zu Hause zu bleiben, muss er zuerst lernen, ruhig zu werden.
Eine der wirksamsten Methoden dafür ist die Übung „Auf deinen Platz“. Wenn der Hund versteht, dass er einen Ort hat, an dem er ruhig bleiben soll, beginnt er, Selbstkontrolle und emotionale Stabilität zu entwickeln.
„Auf deinen Platz“ ist nicht nur ein Kommando, sondern eine Möglichkeit, dem Hund beizubringen, zur Ruhe zu kommen.
Der nächste Schritt: Einen begrenzten Bereich nutzen (Welpenauslauf).
Sobald der Hund das Konzept „sein Platz“ verstanden hat, kann es auf einen größeren, aber kontrollierten Bereich übertragen werden, zum Beispiel auf einen Welpenauslauf.
Ziel. Der Hund soll verstehen, dass: er sich in einem begrenzten Bereich aufhalten kann,
er sich auch ohne ständigen Kontakt entspannen kann,
er seinem Menschen nicht die ganze Zeit folgen muss.
So trainierst du es.
1. Den Auslauf mit „seinem Platz“ verknüpfen. Setze den Hund in den Auslauf. Zeige ihm, dass dies sein Bereich ist.
Sorge für eine ruhige Atmosphäre.
2. Positive Reize hinzufügen. Sehr wichtig: Spielzeug. Futterspielzeuge oder Futterpuzzles.
So entsteht eine positive Verknüpfung mit diesem Bereich.
3. Anfangs zu Hause bleiben. Du bleibst anwesend. Du gehst deinen normalen Tätigkeiten nach. Der Hund bleibt im Auslauf.
Ohne ständige Aufmerksamkeit oder Interaktion.
4. Nicht auf Protest reagieren! Wenn der Hund protestiert und der Besitzer darauf reagiert, lernt der Hund: Protestieren funktioniert.
5. Schrittweise kurze Abwesenheiten einführen. Sobald der Hund ruhig bleibt: Gehe für ein paar Sekunden hinaus. Komm ruhig und ohne große Begrüßung zurück. Verlängere die Zeit nach und nach. Zuerst lernt der Hund, auf seinem Platz ruhig zu bleiben.
Danach lernt er, allein zu bleiben. Der Auslauf ist keine Einschränkung, sondern ein Hilfsmittel, um Ruhe, Struktur und Sicherheit zu vermitteln. Wenn der Hund seinen eigenen Bereich verstanden hat, wird das Alleinbleiben deutlich einfacher.
Wie verhindert man, dass ein Welpe beißt?
Alle Welpen beißen. Das ist ein völlig normaler Teil ihrer Entwicklung. Sie erkunden die Welt mit dem Maul, spielen, wechseln ihre Zähne und lernen erst nach und nach, die Kraft ihres Bisses zu kontrollieren. Das Problem ist nicht, dass ein Welpe beißt, sondern dass er nicht lernt, wann, wie und mit welcher Kraft er es tun darf. In diesem Video erfährst du, wie du ihm diese Grenzen ruhig und ohne Strafen beibringst, ohne das Vertrauen zwischen euch zu zerstören.
Wie verhindert man, dass ein Welpe Menschen anspringt?
Für einen Welpen ist Springen oft einfach eine Art zu sagen: „Ich freue mich, dich zu sehen!“ Er will nicht unhöflich sein. Er kennt nur noch keine andere Art, Menschen zu begrüßen.
Das Problem ist, dass viele Menschen dieses Verhalten unbewusst selbst fördern. Sie streicheln den Welpen, sprechen mit ihm oder lachen, wenn er hochspringt. Und der Welpe zieht eine ganz einfache Schlussfolgerung: „Das funktioniert!“
Außerdem sehen schlammige Pfotenabdrücke auf einer weißen Hose besonders dekorativ aus. 😄 Und wenn du Strumpfhosen oder dünne Leggings trägst, kann diese Begrüßung durchaus bleibende Erinnerungen hinterlassen.
Die gute Nachricht: Dieses Verhalten lässt sich von Anfang an ganz leicht vermeiden. Das Geheimnis besteht nicht darin, den Welpen zu bestrafen, sondern ihm beizubringen, dass er am schnellsten Aufmerksamkeit bekommt, wenn alle vier Pfoten auf dem Boden bleiben.


Wie bringt man einem Welpen bei, Besucher ruhig zu empfangen?
Nicht alle Welpen reagieren aus demselben Grund auf Besuch. Und wenn man versteht, warum der eigene Welpe so handelt, wird vieles einfacher.
Manche denken: „Unbekannte sind in unser Haus gekommen! Ich kann sie zwar nicht aufhalten... aber ich kann wenigstens Alarm schlagen.“ 😄 Sobald sie merken, dass ihr Mensch ruhig bleibt und alles unter Kontrolle hat, entspannen sie sich meist schnell.
Andere sind vorsichtiger. „Das sieht zwar wie ein Mensch aus... aber vielleicht ist es auch ein Monster, das Welpen frisst.“ Deshalb halten sie lieber Abstand und melden ihrem Menschen von Zeit zu Zeit, dass möglicherweise Gefahr droht. Sobald sie erkennen, dass vom Besucher keine Gefahr ausgeht, entspannen auch sie sich.
Und dann gibt es noch die dritte Gruppe. Die Welpen, die den Besucher bereits kennen und genau wissen, dass ihr Mensch ihn mag. In diesem Fall... mach dich bereit. Denn die Party ist praktisch unvermeidlich.

Komm her. Wie bringt man einem Welpen bei, auf Ruf zu kommen?
Das Kommando „Komm her“ gehört zu den wichtigsten überhaupt. Es kann gefährliche Situationen verhindern und ermöglicht es dir, deinen Hund jederzeit unter Kontrolle zu haben. Ziel. Der Hund soll: sofort kommen, wenn du ihn rufst, gerne zu dir kommen,
nicht zögern und sich nicht ablenken lassen

So bringst du es Schritt für Schritt bei.
1. Beginne zu Hause. Ohne Ablenkungen, in einer ruhigen Umgebung.
2. Rufe mit fröhlicher Stimme. Sag: „Komm her!“ mit positivem Ton,
als wäre es etwas Schönes.
3. Nutze ein Leckerli oder Spielzeug. Zeig ihm etwas, das ihn motiviert.
4. Entferne dich ein wenig. Geh leicht rückwärts, um ihn einzuladen, zu dir zu kommen.
5. Markieren und belohnen. Sobald er ankommt: „Sehr gut!“ sofort belohnen.
6. Oft wiederholen. Damit er versteht, dass Kommen immer eine gute Idee ist.
Nächster Schritt: an anderen Orten üben, kleine Ablenkungen hinzufügen,
draußen am Anfang eine Leine benutzen. Empfohlenes Signal: Wort: „Komm her“ Geste: offene Arme oder Handbewegung zu dir. Je klarer, desto besser. Wie lange üben? Kurze Einheiten, viele positive Wiederholungen.Zu verschiedenen Tageszeiten.
⚠️ Häufige Fehler: Rufen, um zu schimpfen → der Hund wird irgendwann nicht mehr kommen. Nicht belohnen, wenn er kommt → er verliert die Motivation. Das Kommando zu oft wiederholen → es verliert seinen Wert. Dem Hund hinterherlaufen → daraus wird das falsche Spiel. Ärgerlich werden, wenn er zu lange braucht → das zerstört Vertrauen. Wichtiger Tipp: Sorge dafür, dass Kommen immer etwas Positives bedeutet: Leckerli. Streicheln. Spiel. Der Hund soll denken: „Wenn ich komme, gewinne ich immer etwas.“
Wie man einem Welpen beibringt, ohne Ziehen an der Leine zu laufen (Kommando „Fuß“)
Das Kommando „Bei Fuß“ bringt dem Hund bei, ruhig und kontrolliert an deiner Seite zu laufen. Es ist bei Spaziergängen sehr nützlich und hilft, Ziehen an der Leine, Nervosität und mangelnde Kontrolle zu vermeiden. Ziel. Der Hund soll: an deiner Seite laufen,
nicht an der Leine ziehen, seine Aufmerksamkeit auf dich richten.

So bringst du es Schritt für Schritt bei.
1. Stelle den Hund an deine Seite. Normalerweise auf die linke Seite, aber du kannst eine Seite wählen
und sie immer beibehalten.
2. Nutze ein Leckerli. Halte es auf Höhe seiner Schnauze, nah an deinem Bein.
3. Mach einen Schritt. Beginne mit nur einem Schritt nach vorne.
4. Markieren und belohnen. Wenn der Hund sich mit dir bewegt: „Sehr gut!“ und sofort belohnen.
5. Wiederhole es mit kurzen Schritten. 1 Schritt → 2 Schritte → 3 Schritte.
6. Füge das Kommando hinzu. Wenn er beginnt zu verstehen: sag „Bei Fuß“ und beginne zu gehen.
7. Erhöhe die Distanz. Nach und nach, ohne Eile. Empfohlenes Signal: Wort: „Bei Fuß“ Geste: Hand nah
am Bein. Immer gleich, damit der Hund nicht verwirrt wird. Wie lange üben? Kurze Einheiten,
zuerst zu Hause. Danach draußen mit Ablenkungen.
⚠️ Häufige Fehler: Direkt draußen beginnen → zu viele Ablenkungen.
Zu schnell vorankommen → der Hund verliert den Faden. Das Kommando zu oft wiederholen → es verliert seinen Wert.
An der Leine ziehen → erzeugt Spannung. Das Leckerli zu weit weg halten → der Hund entfernt sich. Wichtiger Tipp: Am Anfang: kurze Bewegungen, langsamer Rhythmus, viel Belohnung. Es geht nicht um Geschwindigkeit, sondern um Präzision.
Wie man einem Welpen beibringt, nichts vom Boden aufzunehmen (Kommando „Nicht nehmen“)
Dieses Kommando bringt dem Hund bei, kein Futter und keine Gegenstände vom Boden aufzunehmen. Es ist für seine Sicherheit von großer Bedeutung und kann Vergiftungen oder andere ernste Probleme verhindern. Ziel. Der Hund soll:
Futter auf dem Boden ignorieren, nicht versuchen, es aufzunehmen, dich ansehen oder auf dein Signal warten.

So bringst du es Schritt für Schritt bei.
1. Beginne zu Hause. Ohne Ablenkungen und mit voller Kontrolle über die Umgebung.
2. Lege etwas Futter auf den Boden. Am Anfang etwas, das nicht besonders attraktiv ist.
3. Blockiere sanft. Wenn der Hund versucht, es zu nehmen: Decke es mit der Hand
oder dem Fuß ab. Ohne grob zu werden!
4. Warte auf den richtigen Moment. Sobald der Hund aufhört, darauf zu bestehen:
5. Markieren und belohnen. Sage: „Sehr gut!“ Gib ihm eine Belohnung aus deiner
Hand (etwas Besseres als das auf dem Boden).
6. Mehrmals wiederholen. Bis der Hund beginnt, das Futter auf dem Boden zu ignorieren. Das Kommando hinzufügen. Wenn er die Übung verstanden hat: Sage „Nein“ oder „Lass es“ direkt bevor er versucht, es aufzunehmen. Schwierigkeit steigern. Attraktiveres Futter verwenden. Das Futter näher am Hund platzieren An verschiedenen Orten üben. Später draußen trainieren. Empfohlenes Signal. Wort: „Nein“ / „Lass es“Geste: feste Handbewegung nach unten. Wie lange üben? Kurze Einheiten, viele Wiederholungen und unterschiedliche Situationen.
⚠️ Häufige Fehler. Schreien oder bestrafen → erzeugt Angst statt Lernen. Den Hund manchmal erfolgreich sein lassen → zerstört die Übung. „Nein, nein, nein“ ständig wiederholen → verliert seine Bedeutung. Schlechtere Belohnungen anbieten als das Futter auf dem Boden → der Hund entscheidet sich für das Futter am Boden. Zu schnell vorgehen → der Hund macht Fehler und lernt falsch. Wichtiger Tipp. Der Hund soll Folgendes verstehen: Das auf dem Boden ist nicht für mich. Die guten Dinge kommen von meinem Menschen.
Wie man einem Welpen beibringt, nicht grundlos zu bellen (Kommando „Nicht bellen“)
Der Toypudel ist eine sehr intelligente und sensible Rasse. Normalerweise bellen Pudel. Nicht übermäßig, aber manche Hunde können mehr bellen als nötig, wenn sie nicht lernen, sich zu kontrollieren. Bei dieser Übung geht es nicht darum, das Bellen zu verbieten,
sondern dem Hund beizubringen, wann er damit aufhören soll. Ziel. Der Hund soll: aufhören zu bellen, wenn du es verlangst,
sich schnell beruhigen, nicht in einen Zustand ständiger Aufregung geraten.

So bringst du es Schritt für Schritt bei.
1. Erkenne, wann er bellt. Nicht jedes Bellen ist gleich: Geräusche. Menschen. Langeweile.
Aufregung. Erst beobachten, dann korrigieren.
2. Warte auf eine Pause. Gib das Kommando nicht, während der Hund ununterbrochen bellt.
Warte auf eine Sekunde Stille.
3. Gib das Kommando. „Ruhe“ oder „Schluss“, mit fester, aber ruhiger Stimme.
4. Markiere den richtigen Moment. Sobald er aufhört zu bellen: „Sehr gut!“, sofort belohnen.
5. Oft wiederholen. Der Hund lernt, dass Stillsein belohnt wird. Empfohlenes Signal:
Wort: „Ruhe“ / „Schluss“ Geste: Finger vor den Mund oder Hand nach unten. Wie lange üben?
In echten Situationen, kurze Einheiten, mit Geduld.
⚠️ Häufige Fehler: Lauter schreien als der Hund → für ihn ist das, als würdest du mitbellen. Das Kommando pausenlos wiederholen → es verliert seine Bedeutung. Korrigieren, ohne eine Alternative zu zeigen → erzeugt nur Frustration.
Zu spät belohnen → der Hund versteht nicht, was er richtig gemacht hat. Wichtiger Tipp. Ein Hund, der viel bellt:
braucht oft keine Korrektur, sondern Führung.

Wie gewöhnt man einen Welpen ans Autofahren?
Sehr wahrscheinlich wird dein Welpe einen großen Teil seines Lebens im Auto unterwegs sein. Deshalb lohnt es sich, die erste Fahrt richtig anzugehen – denn sie beeinflusst oft alle weiteren.
Es gibt ein kleines Detail, das viele Hundehalter erst zu spät entdecken: Welpen wird im Auto leicht übel. Wenn ihr also morgens losfahrt, gibt es an diesem Tag kein Frühstück. Ja, dein Welpe wird sich fünf Minuten lang beschweren. Aber das ist deutlich angenehmer, als anschließend eine halbe Stunde die Transportbox zu reinigen. 😄 Stelle die Transportbox in Fahrtrichtung auf, sodass der Welpe nach vorne und nicht zur Seite schaut. Lege eine Decke mit dem vertrauten Geruch von zu Hause hinein, befestige einen Trinknapf für die Transportbox an der Tür – nervöse Welpen trinken oft mehr als gewöhnlich – und gib ihm ein neues Spielzeug, damit die Fahrt auch etwas Spannendes bereithält. Das Ziel ist nicht nur, am Ziel anzukommen. Sondern dass dein Welpe beim nächsten Öffnen der Autotür denkt: „Super! Wir fahren wieder auf Abenteuer!“



