

Wie eröffnet man eine legale Hundezucht in Spanien?
Die Eröffnung einer Hundezucht in Spanien ist nicht nur eine Entscheidung, sondern auch eine rechtliche, wirtschaftliche und moralische Verpflichtung. Viele Menschen glauben, dass die Hundezucht einfach sei. Die Realität sieht jedoch anders aus: Sie ist gesetzlich geregelt und erfordert die Erfüllung einer Reihe von vorgeschriebenen Anforderungen. In diesem Leitfaden erklären wir, was Sie benötigen, um eine legale Hundezucht zu gründen und Probleme oder Sanktionen zu vermeiden.
Ist Hundezucht in Spanien legal?
Ja, aber nur, wenn alle geltenden gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden.
In Spanien ist die Hundezucht durch nationale, regionale und lokale Gesetze geregelt. Es gibt keine einheitliche landesweite Lizenz, jedoch eine Reihe von verpflichtenden Registrierungen und Genehmigungen.
Darüber hinaus darf mit der neuen Tierschutzgesetzgebung der Verkauf von Hunden nur noch über registrierte Züchter erfolgen, was eine legale und ordnungsgemäße Registrierung umso wichtiger macht.
Núcleo zoológico (wichtigste Voraussetzung)
Die wichtigste Voraussetzung für die Eröffnung eines Hundezuchtbetriebs ist die Genehmigung als „Núcleo zoológico“. Dabei handelt es sich um eine offizielle Zulassung, die bestätigt, dass die Anlage folgende Anforderungen erfüllt:
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Hygienische und gesundheitliche Bedingungen
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Tierschutz und artgerechte Haltung
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Sicherheit und ausreichender Platz
Um diese Genehmigung zu erhalten, müssen unter anderem folgende Unterlagen eingereicht werden:
— eine Projektbeschreibung (technische Beschreibung des Betriebs)
— Pläne der Anlagen
— ein tierärztlich überwachtes Gesundheitsprogramm
Ohne diese Registrierung ist es nicht erlaubt, legal als Hundezüchter tätig zu sein.
Zwingernamen registrieren (Affix registrieren)
Wenn Sie möchten, dass Ihre Zucht einen offiziell anerkannten Namen trägt, ist die Registrierung eines Zwingernamens (Affix) erforderlich. Das Affix ist der Name, der Ihre Zucht kennzeichnet und der im offiziellen Namen der Welpen in der Ahnentafel erscheint.
In Spanien wird das Affix über die Real Sociedad Canina de España (RSCE) registriert.
Dazu ist Folgendes erforderlich:
— einen einzigartigen Affix-Namen beantragen
— die entsprechende Gebühr bezahlen
— die offizielle Genehmigung abwarten
Sobald der Name genehmigt ist, kann er bei allen registrierten Würfen
verwendet werden. Die Registrierung eines Affixes ist zwar nicht zwingend
erforderlich, um zu züchten, aber sie ist unverzichtbar, wenn man seriös
mit Rassehunden und Pedigrees arbeiten möchte.
Das Affix ist nicht nur ein Name, sondern auch die Reputation des Züchters.
Pflichtanforderungen an die Zuchtanlage
Eine legale Hundezucht bedeutet nicht nur, Hunde zu Hause zu halten. Die Anlagen müssen bestimmte Anforderungen erfüllen:
— getrennte Bereiche für erwachsene Hunde und Welpen
— ausreichend Platz und gute Belüftung
— Isolationsbereiche für kranke Tiere
— regelmäßige Reinigung und Desinfektion
Darüber hinaus können die Einrichtungen jederzeit von den zuständigen
Behörden kontrolliert werden.
Tierärztliche Kontrolle
Jede Hundezucht muss über eine tierärztliche Betreuung verfügen.
Dazu gehören:
— gesundheitliche Überwachung der Hunde
— Impfungen und Entwurmungen
— Kontrolle der Zucht und Fortpflanzung
— Überwachung des Tierwohls
In vielen Fällen ist es verpflichtend, einen verantwortlichen Tierarzt für die Zuchtanlage zu benennen.
Pflichtdokumentation
Ein legaler Züchter muss für jeden Welpen bestimmte Unterlagen bereitstellen:
— Gesundheitskarte oder EU-Heimtierausweis
— aktuelle Impfungen
— Identifikation (Mikrochip)
— Kaufvertrag
Wenn mit reinrassigen Hunden gearbeitet wird, können die Welpen zusätzlich im LOE (Libro de Orígenes Español) registriert werden.
Kosten und Realität des Geschäfts
Die Eröffnung einer Hundezucht erfordert eine erhebliche Investition. Die Kosten können unter anderem folgende Bereiche umfassen:
— Anlagen und Infrastruktur
— Genehmigungen und Lizenzen
— tierärztliche Betreuung
— Futter
— laufende Instandhaltung
Je nach Größe des Betriebs kann die Investition von einigen tausend bis zu mehreren zehntausend Euro variieren.
Außerdem handelt es sich nicht um ein schnelles oder garantiert profitables Geschäft.
Was passiert, wenn man ohne Lizenz züchtet?
Die Zucht von Hunden ohne Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften kann schwerwiegende Konsequenzen haben:
— hohe Geldstrafen
— Schließung des Betriebs
— Beschlagnahmung der Tiere
Das Gesetz wird zunehmend strenger, um illegale Zucht zu verhindern und die Tiere zu schützen.